Versengold – Zeitlos     (August 2015)

Muss ich zugeben das ich mich bislang mit Versengold noch nicht weiter befasst hatte, war ich doch recht gespannt auf ihr neuem Album in welcher Richtung es wohl liegen mag.

Kennt man Versengold hauptsächlich von etlichen Mittelalter Märkten mag man meinen das es sich mit ihrem aktuellen Album ZEITLOS um ein Album handeln würde das sich Musikalisch und Textlich gänzlich von der Thematik her um ein „Mittelalter“ Album handeln müsste, nur gut das ich darauf keine Wette abschloss.

Vielschichtig, experimentell, fröhlich, kritisch, gefühls-stark, fünf begriffe die Unterschiedlicher nicht sein können, und dennoch findet man all dies in ZEITLOS vereint.

Mit „Zeitlos“ und „Ihr seit Musik“ beginnt das Album mit einer recht schnellen und mitreisendem Melodie, unterstrichen von einem sehr schönem durchdachten Text.

Mit „Kein Trinklied“ hat Versengold ein Lied geschaffen das es so selten gibt, textlich lässt es jeden Zuhörer großen Spielraum um es selbst zu Interpretieren, melodisch schmiegt es sich den beiden ersten Liedern an und lässt dem Zuhörer keine Pause.

Aber natürlich ist ZEITLOS nicht nur von schnellen mitreißenden Liedern geprägt, mit „Frühlingsgruß“ reiht sich das erste „ruhigere“ Lied das schon eine Ballade ist ins Album, das einen sehr nachdenklichen Text beinhaltet der doch sehr nachdenklich machen kann.

Die Vielseitigkeit von ZEITLOS war für mich überraschender als ich Anfangs ahnte, von Irish Folk mit „Luna´s Reel“ und  Sol´s Reel über Polka mit „Der Rubel Rollt“ bis hin zu einer Gefühlsvollen Ballade „Die Schönheit der Schatten“ an der auch Katja Moslehner von Faun mitwirkte, und einigen weiteren sehr positiven Überraschungen macht das aktuelle Album ZEITLOS zu einem einzigartigen Werk, ein Werk das Versengold ganz gewiss weitere treue Fan´s bescheren wird!

Bericht: Dirk Kienzler